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Finalsan Plus

Totalherbizid gegen ein- und zweikeimblättrige Unkräuter

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  • wirkt wurzeltief und wochenlang
  • wirkt auch gegen Giersch und Ackerschachtelhalm
  • Effekt bereits innerhalb weniger Stunden sichtbar
  • auch gegen Moose und Algen wirksam
  • vom Frühjahr bis Spätherbst einsetzbar

Verfügbare Abpackungen:

10 Liter Kanister
30 Liter Kanister

Wirkstoff

186,7 g/l Pelargonsäure,
30 g/l Maleinsäurehydrazid

Informationen zu den Wirkstoffen

Finalsan® Plus ist ein nichtselektives Kontaktherbizid. Finalsan® Plus enthält zum einen den Wirkstoff Pelargonsäure. Pelargonsäure, auch Nonansäure genannt, gehört zu den Fettsäuren. Die Pelargonsäure durchdringt die Wachsschicht (Kutikula) der Blätter und zerstört die Zellmembranen der Epidermiszellen der Pflanze. Hierdurch kommt es zu einer schnellen Abgabe von Zellinhaltsstoffen, sodass die Pflanzen rasch vertrocknen.

Als zweiter Wirkstoff ist der Wachstumsregulator Maleinsäurehydrazid enthalten. Maleinsäurehydrazid wird von den Pflanzen aufgenommen und zu den Vegetationspunkten an Sproß und Wurzel transportiert. Dort verhindert es die Zellteilung und verzögert wochenlang den Wiederaustrieb.

Wirkungsspektrum

Finalsan® Plus wirkt gegen alle ein- und zweikeimblättrigen Unkräuter wie z.B. Löwenzahn, Wegericharten, Gräser, Brennnesseln und Disteln. Auch Giersch und Ackerschachtelhalm werden durch Finalsan® Plus schnell zum Absterben gebracht. Finalsan® Plus kann auch gegen Moose und Algen eingesetzt werden. Viele Moos- und Algenarten werden nachhaltig durch Finalsan® Plus bekämpft.

Von der Zulassungsbehörde zugelassene Anwendungsgebiete

Finalsan Plus

Wirkstoff: 186,7 g/l Pelargonsäure, 30 g/l Maleinsäurehydrazid
Zul.Nr.006193-61 (Zulassungsende: 31.12.2019, Abverkaufsfrist endet am 30.06.2020)
Gefahrsymbol:-
KulturSchaderregerAnwendungs- bereichAufwandmenge

Anwendungshäufigkeit und Abstände

Wartezeit
Zierpflanzen und ZiergehölzeEin- und Zweikeimblättrige UnkräuterFreiland

167 l/ha bzw. 16,7 %ig, d.h. 1 l Finalsan Plus mit
5 l Wasser mischen. 1 l Spritzlösung reicht für 10 m² aus

Einzelpflanzenbehandlung
max. Anzahl der Anwendungen: 2
im Abstand von 30 bis 60 Tagen

keine
Zierpflanzen und ZiergehölzeAlgen und MooseFreiland

167 l/ha bzw. 16,7 %ig, d.h. 1 l Finalsan Plus mit
5 l Wasser mischen. 1 l Spritzlösung reicht für 10 m² aus

Teilflächenbehandlung
max. Anzahl der Anwendungen: 2
im Abstand von 30 bis 60 Tagen

keine
Wege und Plätze mit HolzgewächsenEin- und Zweikeimblättrige UnkräuterNichtkulturland

167 l/ha bzw. 16,7 %ig, d.h. 1 l Finalsan Plus mit
5 l Wasser mischen. 1 l Spritzlösung reicht für 10 m² aus

Einzelpflanzenbehandlung
max. Anzahl der Anwendungen: 2
im Abstand von 30 bis 60 Tagen

Wege und Plätze mit HolzgewächsenAlgen und MooseNichtkulturland

167 l/ha bzw. 16,7 %ig, d.h. 1 l Finalsan Plus mit
5 l Wasser mischen. 1 l Spritzlösung reicht für 10 m² aus

Teilflächenbehandlung
max. Anzahl der Anwendungen: 2
im Abstand von 30 bis 60 Tagen

keine

NS660

Die Anwendung des Mittels auf Freilandflächen, die nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden, ist nur mit einer Genehmigung der zuständigen Behörde zulässig (§ 6 Abs. 2 und 3 PflSchG). Zu diesen Flächen gehören alle nicht durch Gebäude oder Überdachungen ständig abgedeckten Flächen, wozu auch Verkehrsflächen jeglicher Art wie Gleisanlagen, Straßen-, Wege-, Hof- und Betriebsflächen sowie sonstige durch Tiefbaumaßnahmen veränderte Landflächen gehören. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.

WW730

Das Mittel besitzt keine nachhaltige Wirkung.

Gewässerschutz

NW468

Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.

NW642

Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig (§ 6 Absatz 2 PflSchG). Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.

Auswirkungen auf Bienen

NB6641

Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nichtbienengefährlich eingestuft (B4).

Auswirkungen auf Nützlinge

N000

Aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendungen des Mittels werden Populationen relevanter Nutzorganismen nicht gefährdet..

Auswirkungen auf Fische

Das Mittel ist giftig für Fischnährtiere.

Anwendung

Gründliche Benetzung der Unkräuter

Finalsan® Plus wird im Spritzverfahren ausgebracht. Da nur direkt getroffene Pflanzenteile absterben, ist auf eine intensive Benetzung der Unkräuter zu achten. Dies ist am besten bei jungen, kleineren Unkräutern möglich, die 5-10 cm groß sind. Die Unkräuter sollten bei der Spritzung trocken sein, da es sonst zu einer Verdünnung des Wirkstoffes kommen kann.

Spritztechnik

Bewährt haben sich Flachstrahldüsen. Hohlkegeldüsen liefern oft schlechtere Ergebnisse. In der Nähe von Pflanzenbeständen empfehlen wir die zusätzliche Nutzung eines Spritzschirms. Der Spritzdruck sollte bei 2 bar liegen. Die Spritze Rapido Green Cleaner ist besonders empfehlenswert für diese Anwendung.

Finalsan® Plus wirkt in einem weiten Temperaturbereich. Finalsan® Plus kann vom Frühjahr bis zum Spätherbst eingesetzt werden. Mindesttemperatur bei der Anwendung: 10 °C. Vorzugsweise bei Temperaturen unter 25 °C einsetzen.

Wiederholung der Behandlung:

Bei Wurzelunkräutern empfiehlt es sich, die Behandlung nach 5 bis 8 Wochen zu wiederholen, wenn die Unkräute wieder 5-10 cm groß sind.

Wirksamkeit

Mit Finalsan® Plus behandelte Pflanzen färben sich bereits nach wenigen Stunden braun.

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Pflanzenverträglichkeit

Finalsan® Plus ist ein Totalherbizid, welches alle getroffenen grünen Pflanzenteile abtötet. Holzige Pflanzenteile werden nicht geschädigt, sodass Finalsan® Plus problemlos unter Bäumen und Sträuchern angewendet werden kann. Nicht zur Unkraut- oder Moosbekämpfung in Rasenflächen geeignet.

Materialverträglichkeit

Finalsan® Plus weist eine gute Materialverträglichkeit auf. In Einzelfällen können auf dunklen Materialien nach der Anwendung weißliche Beläge auftreten, die aber nach Regenfällen rasch wieder verschwinden. Kontakt mit Kunstharzplatten, kupfer- oder zinkhaltigen Oberflächen vermeiden. Kontakt mit diesen Materialien kann zu längerfristigen Verfärbungen führen. Bei anderen empfindlichen Materialien Verträglichkeit an verdeckter Stelle prüfen.

Weiternutzung behandelter Flächen

Flächen, die mit Finalsan® Plus behandelt wurden, sollten einen Tag lang nicht bearbeitet werden, damit das Mittel seine Wirkung vollständig entfalten kann. Zwei Tage nach Anwendung des Mittels kann wieder gepflanzt werden. Aussaaten können nach 14 Tagen wieder erfolgen.

Öffentliches Grün

Finalsan® Plus ist im Verzeichnis nach § 17 des PflSchG für die Anwendung auf Flächen für die Allgemeinheit genehmigt und zugelassen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bvl.bund.de.

Nichtkulturland/ Genehmungspflichtige Flächen/Flächen für die Allgemeinheit

Die Unkrautbekämpfung auf Flächen in Nichtkulturland ist laut Pflanzenschutzmittelgesetz genehmigungspflichtig. Einzelheiten zum Antragsverfahren sind bei den zuständigen Pflanzenschutzämtern zu erfragen.

Daten zur Umweltverträglichkeit

Boden:

Finalsan® Plus wird rasch im Boden abgebaut. Bereits nach 7 Tagen sind 50 % der Wirkstoffe abgebaut.

Nützlinge:

Nicht schädigend für Nützlinge.

Einstufung nach GHS/CLP-Verordnung

Keine.

Hinweis

Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Downloads

Weiterführende Informationen rund um die Progema-Produkte finden Sie in unserem Download-Center.

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